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Mein Roman

 

Sabine Kaufmann  1816 - Das Jahr ohne Sommer  Roman  Verlag G. Braun

Sabine Kaufmann
1816 - Das Jahr ohne Sommer
Roman
Verlag G. Braun
ISBN 978-3-7650-8618-2

 

Am 10. April 1815 bebte die Erde im gesamten indonesischen Archipel. Der Vulkan Tambora schleuderte unvorstellbare Mengen Gas, Gestein und Staub in die Atmosphäre. Schutt und Geröll begruben die Insel Sumbawa unter sich. Eine riesige Aschewolke trieb ein Jahr lang rund um den Globus mit verheerenden Folgen für das Klima. Hagelstürme, Frost und sintflutartiger Regen wüteten in unseren Breiten. Hilflos mussten die Bauern mit ansehen, wie ihre Felder im Schlamm versanken. An eine Ernte war nicht zu denken. Im Jahr 1816 kam zur letzten großen Hungersnot in Mitteleuropa.

Alle Personen, die in dem Buch beschrieben werden, haben tatsächlich gelebt. Und alles, was sie erleben, ist damals passiert. Der Roman „1816 - Das Jahr ohne Sommer“ ist ein historischer Episodenroman, jedes Kapitel umfasst eine in sich abgeschlossene Erzählung. Die Einzelschicksale beleuchten gleich einem Kaleidoskop das Katastrophenjahr aus unterschiedlichen Blickwinkeln: Vulkanausbruch, Unwetter, Hungersnot, Getreidewucher, Apokalypse, Reformen, Erfindungen.


1. Kapitel

Sir Thomas Stamford Raffles, britischer Gouverneur auf Java, bekam den Vulkanausbruch am eigenen Leib zu spüren. Die Sonne verdunkelte sich, tagelang regnete es nur Asche. Ein Tsunami verwüstete die Küsten, entwurzelte riesige Bäume und riss Bambushütten wie Spielzeug mit sich fort. Tausende Menschen starben. Mit Schiffen der Ostindischen Kompanie ließ Raffles die Bewohner der verwüsteten Inseln Sumbawa, Lombok und Bali evakuieren.


2. Kapitel

Auf ihrer Reise in die Schweiz im Frühjahr 1816 erlebten Mary Wollstonecraft, ihr Liebhaber Percy Shelley und ihre Stiefschwester Claire das gesamte Ausmaß der Klimakatastrophe. Die Natur schien sich gegen die Drei verschworen zu haben. Am Genfer See trafen sie mit dem englischen Dichter Lord Byron zusammen. Beeindruckt von der Tristesse der Tage veranstaltete die illustre Gesellschaft einen Schreibwettbewerb. In den düsteren Sommermonaten des Jahres 1816 brachte Mary Wollstonecraft die ersten Kapitel ihres weltberühmten Romans „Frankenstein“ zu Papier.


3. Kapitel

Besonders hart traf die Klimakatastrophe die Landbevölkerung in Württemberg. Die Bauern wurden von Missernten und einer schrecklichen Hungersnot heimgesucht. Der Pfarrer Fortunat Fauler kämpfte gegen das Leid der Familien an. Vergeblich?


4. Kapitel

Getrieben von Hunger und Elend verließen tausende Familien ihre Heimat und wanderten nach Amerika aus. In den Jahren 1816/17 erhöhte sich die Zahl der Emigranten aus Baden und Württemberg um die unvorstellbare Zahl von 4300 Prozent. Für zwei Familien aus Egolsheim bei Ludwigsburg wurde die Auswanderung eine Reise auf Leben und Tod.


5. Kapitel

War die Hungersnot ein Strafgericht des Himmels? Drohte das Ende der Welt? Die Vertraute des Zaren, die Baronin Juliane von Krüdener, die sich 1816 in der Schweiz und aufhielt, kannte die Antworten. Und die Massen folgten ihr.


6. Kapitel

Als Retterin in der Not erwies sich schließlich die russische Großfürstin, die als Katharina I. den württembergischen Thron bestieg. Sie rief verschiedene soziale Projekte ins Leben u.a. das Katharinenstift, das Katharinenhospital in Stuttgart und die württembergischen Sparkasse. Ihre Idee eines Armenfonds schaffte die institutionelle Grundlage der heutigen Sozialhilfe.


7. Kapitel

Fritz, der elfjährige Junge aus Ludwigsburg, litt besonders unter der Hungersnot. Eines Tages verschwanden seine Eltern. In seiner Verzweiflung wandte er sich an den König. Würde Wilhelm I. dem Jungen helfen?


8. Kapitel

Not macht bekanntlich erfinderisch. In einer Zeit, in der die Bauern ihre Pferde schlachteten um zu überleben, wollte der Freiherr Karl Friedrich von Drais nicht auf individuelles Reisen verzichten. In den Katastrophenjahren 1816/17 erfand er das Zweirad.


9. Kapitel

Dreißig Jahre lang wagte sich kein Fremder auf die Insel Sumbawa. Böse Geister würden den Vulkan Tambora bewohnen und jeden töten, der sich in seine Nähe wage. Der Schweizer Botaniker Heinrich Zollinger ließ sich von dem kursierenden Aberglauben nicht abschrecken und bestieg nach der Katastrophe als Erster den unheimlichen Feuerberg.

 

10. Kapitel Epilog